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    Lehrstuhl für Religionspädagogik

    Religion, Interkulturalität und Identität

    Eine empirisch-theologische Untersuchung zur Verbesserung der dialogischen Konstruktion von Identität am Beispiel Religion und Gender im Kontext einer globalisierenden Gesellschaft

    Teilnehmer

    Prof. Dr. Hans-Georg Ziebertz, Barbara Flunger M.A., Dipl. Theol. und cand. Dipl. Psych. Monika Ringleb, Andrea Betz

    Forschungsproblem

    Die empirisch-theologische Untersuchung will Möglichkeiten erforschen, interkulturelle Kommunikationsprozesse im Rahmen des Religionsunterrichts zu verbessern. Theoretisch wird davon ausgegangen, dass die Fragestellung nur vor dem Hintergrund einer globalisierenden Gesellschaft angemessen entwickelt werden kann. Unter diesen Voraussetzungen erscheint ein Konzept von Interkulturalität sinnvoll, das mehrdimensional und dynamisch angelegt ist. Dies hat Konsequenzen für das Verständnis des Selbst bzw. der kulturellen Identität, auf deren Basis Menschen kulturell interagieren. Identität, die sich in sozial-kultureller Interaktion konstituiert, kann vor diesem Hintergrund ebenso wenig statisch sondern muss relational verstanden werden. Die Schlüsselbegriffe werden erläutert und bilden den theoretischen Kern der Untersuchung. Religion wird als Teil der Kultur verstanden, so dass zum Zwecke der empirischen Untersuchbarkeit eine thematische Konzentration auf Fragen von Religion und Gender gelegt wird. Das Thema enthält zahlreiche kulturelle Differenzen im Blick auf die Unterscheidung zwischen Eigenem und Fremdem (religiöse und soziale Ausschließung; Ableitung weiblicher Subjekthaftigkeit von der Position des Mannes; androzentrischer und patriarchaler Kontext; Marginalisierung des Weiblichen als das Andere; die Frau Symbol des Fremden; usw.).

    Forschungsziel

    Kernelement des quasi-experimentellen Designs (experimentelle Gruppen und Kontrollgruppen) ist ein zu entwickelndes Curriculum, das mittels qualitativer und quantitativer Messungen Aufschluss geben soll, wie Jugendliche in ethnisch gemischten Klassen interkulturell über ein religiös geladenes Problem kommunizieren und welche Stimuli helfen, die Kommunikation zu verbessern. Damit erforscht das Projekt eine religiöse Dimension der Interkulturalität mit dem Ziel religionspädagogischer Theoriebildung.

    Methode

    Empirische Studie, quasi-experimentelles Design

    Publikationen

    Interreligiöses Lernen und die Pluralität der Religionen. In: F.Schweitzer, R.Englert, U.Schwab, H.-G.Ziebertz, Entwürfe einer pluralitätsfähigen Religionspädagogik, Gütersloh/Freiburg 2001 (Gütersloher Verlagshaus/Herder), 121-143
    Intercultural learning in a new millenium: Between fundamentalism and relativism.
    In: Francis L./Astley J./Robbins M. (eds.), The Third Millenium. Education in Religion and Values for a global Future, Dublin 2001 (Veritas), 221-238
    Religiöse Degeneration oder religiöse Vitalität?
    Die Ausdifferenzierung des religiösen Feldes als Problem für interreligiöses Lernen. In: Lähnemann J. (Hg.), Interreligiöse Erziehung 2000. Die Zukunft der Religions- und Kulturbegegnung. Hamburg 1998 (EBV-Rissen), 112-124 Ziebertz H,-G., Bakker C. (1989, ed.), mit C.Bakker), Imaginatie en de constructie van identiteit. Visies op religieuze vorming. Tilburg

    Religionendialog in interkulturellen und interreligiösen Lernprozessen, in: Grözinger A./Lott J. (Hg.), Gelebte Religion. Rheinbach 1997 (CMZ Verlag; Reihe: Hermeneutica Bd. 6 -FS G.Otto), 73-95

     

    Kontakt

    Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts
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