Intern
    Lehrstuhl für Religionspädagogik

    Hans-Georg Ziebertz (Hg.)

    Menschenrechte, Christentum und Islam
    Mit Beiträgen von L. Abid, W. Aries, T. Benzing, K. Hilpert, J.A. Van der Ven, S. Schmahl, W. Simon und H.G. Ziebertz
    Reihe: Religion und Recht

    Bd. 2, 2010, 208 S.

    19.90 EUR  ISBN 978-3-643-10464-9

    Mit den Menschenrechten ist die Idee verbunden, dass sie in ihrer Summer unverkürzt, weltweit und unabhängig von besonderen kulturellen Kontexten gültig sind. Sowohl in der christlichen als auch in der islamischen Diskussion werden die Menschenrechte unterschiedlich diskutiert und rezipiert. Ist dies ein selbstverständlicher Prozess der Assimilation des UN-Katalogs auf besondere Lebensumstände, oder wird damit der Anspruch auf universale Geltung unterlaufen? Diese Fragen behandelt der Band aus christlicher und muslimischer Perspektive.

    Zum Inhalt:

    In den Medien finden die Menschenrechte meist dann kurzzeitig Beachtung, wenn sie irgendwo auf der Welt eklatant verletzt werden. Seit 2001, dem Anschlag auf die Twin Towers in New York, gibt es ein großes öffentliches Interesse am Islam. Eine Facette des Interesses an dieser Religion ist sein Verhältnis zu den Menschenrechten. Wo immer die Passung von Islam, Modernität und Demokratie diskutiert wird, taucht mit großer Wahrscheinlichkeit das Thema Menschenrechte auf. Zu Recht oder zu Unrecht? Die Medien berichten von zahlreichen Überzeugungen und Praxen im Islam, die als inkompatibel mit den Menschenrechten evaluiert werden. Manche Beobachtungen sind verzerrt, andere weisen auf etwas hin, was ohne Frage aufgedeckt und kritisiert gehört. Aber aus welcher Position – der Position moralischer Überlegenheit? Es muss daran erinnert werden, dass auch die abendländische Welt und mit ihr das Christentum kein ungebrochenes Verhältnis zu den Menschenrechten aufweist. Erst seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts äußern sich die großen christlichen Konfessionen positiv zu den Menschenrechtserklärungen. Aber bis heute gibt es christliche Randgruppen, die einzelne Menschenrechte kritisieren, zum Beispiel das Recht auf Religionsfreiheit. Das Verhältnis von Religion und Menschenrechten ist global gesehen nicht ohne Probleme, daher gibt es gute Gründe, sich auch aus theologischer Perspektive an der Diskussion über die Menschenrechte zu beteiligen. Für eine differenzierte Betrachtung ist klar, dass es in den Religionen viele Strömungen gibt und sich Verallgemeinerungen verbieten. So möchte dieser Band im Sinne einer problemorientierten Einführung einige Facetten des Verhältnisses von Christentum, Islam und den Menschenrechten beleuchten.

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